Affirmationen in der Schwangerschaft und unter der Geburt

So begleiten dich stärkende Worte durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Die Vorbereitung auf die Geburt beginnt lange vor den ersten Wellen. Viele werdende Eltern nutzen die Schwangerschaft, um sich Wissen anzueignen, einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen oder sich mit anderen über ihre Erfahrungen auszutauschen. Gleichzeitig wächst der Wunsch, sich auch mental auf die Geburt vorzubereiten. Genau hier können Affirmationen ihren Platz finden.

Dabei brauchen Affirmationen keine große Vorbereitung und keine zusätzliche Zeit im Alltag. Sie begleiten dich Schritt für Schritt durch die Schwangerschaft und können dir während der Geburt Orientierung geben.

In diesem Artikel erfährst du, was Affirmationen sind, warum Wiederholung dabei eine wichtige Rolle spielt und wie du sie ganz selbstverständlich in deine Geburtsvorbereitung integrieren kannst.

Was sind Affirmationen?

Affirmationen sind kurze, stärkende Sätze, die dich durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleiten können. Sie geben deinen Gedanken Worte und erinnern dich immer wieder an das, was dir für deine Geburt wichtig ist. Dabei kannst du sie laut aussprechen oder im Geiste für dich wiederholen.

Viele Frauen wünschen sich, mit Vertrauen in die Geburt zu gehen oder sich immer wieder bewusst zu machen, wie kraftvoll ihr Körper arbeitet. Andere möchten den Fokus auf die Verbindung zu ihrem Baby richten. Ganz egal, was du dir wünscht, eine Affirmation kann ein wertvoller Begleiter sein.

Zum Beispiel:

„Ich vertraue meinem Körper.“

„Jede Welle trägt mich näher zu meinem Baby.“

Schon eine einzige Affirmation kann dich durch die gesamte Schwangerschaft begleiten. Wichtig ist, dass du deine eigenen Worte wählst, denn diese sind am kraftvollsten.



Warum Wiederholung so gut funktioniert

Kennst du das Gefühl, wenn nach Jahren plötzlich ein Lied im Radio läuft und du den ganzen Refrain mitsingen kannst? Unser Gehirn speichert Dinge, die ihm immer wieder begegnen. Genau dieses Prinzip kannst du auch für deine Geburtsvorbereitung nutzen.

Je häufiger du deine Lieblingsaffirmation liest oder hörst, desto vertrauter wird sie. Irgendwann musst du nicht mehr bewusst an sie denken. Der Satz taucht von selbst wieder auf und kann dich dann auch während der Geburt unterstützen.

„Positive Selbstgespräche und Selbstaffirmationen werden seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht. Studien zeigen, dass sie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und Menschen dabei unterstützen können, mit belastenden Situationen umzugehen. Deshalb werden sie heute unter anderem im Leistungssport, in der Psychotherapie und auch in der Geburtsvorbereitung eingesetzt. Eine Affirmation verändert keine Geburt. Sie schenkt dir aber einen Gedanken, zu dem du immer wieder zurückkehren kannst.“
— Gut zu wissen

So werden Affirmationen Teil deines Alltags

Affirmationen brauchen keinen festen Platz in deinem Terminkalender. Viel schöner ist es, wenn sie dich ganz selbstverständlich durch den Tag begleiten.

Hänge deine Lieblingskarte an den Kühlschrank oder an den Badezimmerspiegel. Nutze sie als Hintergrundbild auf deinem Handy oder lege sie auf deinen Nachttisch. Lies sie beim Zähneputzen, während du an der roten Ampel wartest oder an der Supermarktkasse in der Schlange stehst.

Auch ein Spaziergang eignet sich wunderbar. Sprich deine Affirmation bei jedem Schritt einmal in Gedanken mit und nimm bewusst wahr, wie sich die Worte mit der Zeit immer vertrauter anfühlen.

Kleine Rituale machen den Unterschied

Affirmationen lassen sich wunderbar mit kleinen Ritualen verbinden.

  1. Ein besonders schöner Begleiter ist dein Atem. Atme ruhig durch die Nase ein und lasse deine Ausatmung etwas länger werden. Währenddessen sprichst du deine Affirmation langsam in Gedanken mit. Eine längere Ausatmung aktiviert den Teil deines Nervensystems, der für Ruhe und Entspannung zuständig ist. Mit der Zeit entsteht ein Rhythmus aus Atem und Worten, den du später auch unter der Geburt wiederfinden kannst.

  2. Viele Frauen sprechen ihre Affirmation während einer Welle einmal vollständig in Gedanken auf. Die Worte begleiten den gesamten Verlauf – vom Beginn bis zum Abklingen – und erinnern immer wieder daran, warum die Welle gerade da ist.

  3. Auch Düfte können zu einem Anker werden. Rose, Lavendel, Orange oder Zitrone werden in der Schwangerschaft häufig als angenehm empfunden. Verbindest du deine Affirmation regelmäßig mit demselben Duft, entsteht mit der Zeit eine vertraute Verknüpfung.

  4. Vielleicht legst du beim Lesen auch eine Hand auf deinen Bauch, streichst langsam darüber oder verbindest deine Affirmation mit einem Spaziergang oder deinem Schwangerschaftsyoga. Es sind diese kleinen Rituale, die deine Vorbereitung ganz selbstverständlich begleiten.

Beziehe deine Geburtsbegleitung mit ein

Affirmationen müssen kein stilles Ritual sein. Teile sie mit deiner Geburtsbegleitung und erzählt euch schon während der Schwangerschaft, welche Worte dir Kraft geben.

Unter der Geburt bist du häufig ganz bei dir. Da kann es guttun, wenn deine Geburtsbegleitung deine Lieblingsaffirmation kennt und sie dir immer wieder leise vorliest oder zuflüstert. Oft reicht ein vertrauter Satz, um den eigenen Fokus wiederzufinden.

Sprich deine Affirmationen auch beim Anmeldegespräch in der Geburtsklinik an. So weiß das Geburtsteam, welche Worte dich unterstützen und was dir während der Geburt wichtig ist.

Mach deine Affirmationen sichtbar

Affirmationen begleiten dich am besten, wenn sie dir immer wieder begegnen. Drucke deine Lieblingskarten aus, male sie aus und hänge sie an einen Ort, an dem du sie regelmäßig siehst. Am Kühlschrank, am Badezimmerspiegel oder später im Geburtszimmer.

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Die Affirmationen können dich und dein Baby auf eurem gemeinsamen Weg unterstützen, denn du kannst die klaren und positiv formulierten Sätze laut, leise oder auch im Geiste sprechen. Durch die Wiederholung wirken sie auf dein Unterbewusstsein und bieten diesem eine neue Handlungs- oder Gedankenalternative. So können alte Glaubenssätze und Gedankenstrukturen rund um deine Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit deinem Baby von dir aufgelöst und durch neue positive ersetzt werden.

Inken Arntzen und Katrin Michel haben die Karten für dich und diese wunderbar aufregende Zeit der Schwangerschaft und auch die Zeit danach entworfen. Stephanie Tost hat sie für dich illustriert.

Diese Karten werden dich kraftvoll begleiten. Sie führen dich ins Vertrauen und zu deiner Intuition und in eine tiefe Verbindung zu deinem Baby und zu deinem Körper. Du bist Leben und du schenkst Leben. Du bist eine kraftvolle Geburtsgöttin. Wir laden dich ein, die Geburt als ein einzigartiges Fest der Liebe zu feiern!

Beim Ausmalen beschäftigst du dich noch einmal ganz bewusst mit den Worten. Farben, Formen und deine Affirmation verbinden sich zu einer persönlichen Erinnerung, die dich durch Schwangerschaft und Geburt begleiten kann.

Eine besonders schöne Idee ist es, ältere Geschwisterkinder mit einzubeziehen. Sie können ihre Lieblingskarten für das Baby gestalten oder gemeinsam mit dir ausmalen. So entstehen kleine Rituale, Gespräche über die Geburt und das Gefühl, Teil dieser besonderen Vorbereitung zu sein.

Aus diesem Gedanken heraus ist auch unser Affirmationskartenset entstanden. Die Karten begleiten dich durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Du kannst sie ausmalen, aufhängen oder mit in die Kliniktasche nehmen.

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Nutze die Kraft deiner Stimme

Lies deine Affirmationen nicht nur. Sprich sie auch laut aus.

Du kannst sie dir selbst als Audio aufnehmen oder deine Geburtsbegleitung darum bitten. Mit jeder Wiederholung werden dir nicht nur die Worte vertrauter, sondern auch die Stimme, die dich begleitet.

Viele Familien hören diese Aufnahmen während einer Entspannung, vor dem Einschlafen oder auf dem Weg zur Geburt. Die vertraute Stimme wird so zu einem weiteren Anker.

In unserem Onlinekurs Vertrauensvolle Geburt findest du zusätzlich geführte Meditationen, Entspannungsübungen und Audios, die dich Schritt für Schritt durch deine mentale Geburtsvorbereitung begleiten.

Affirmationen begleiten auch das Wochenbett

Mit der Geburt endet die Schwangerschaft. Das Leben mit deinem Baby beginnt. Auch jetzt dürfen dich deine stärkenden Worte weiter begleiten.

Hänge deine Lieblingsaffirmation an den Wickeltisch, neben dein Bett oder an den Platz, an dem du dein Baby stillst oder fütterst. Gerade in den ersten Wochen verändert sich der Alltag fast täglich. Ein vertrauter Satz kann dich immer wieder daran erinnern, kurz innezuhalten und auf dich selbst zu schauen.

Viele Familien lassen ihre Affirmationen deshalb auch nach der Geburt noch hängen. Sie erinnern an den Weg, den sie gemeinsam gegangen sind, und begleiten sie in einem neuen Lebensabschnitt.

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